| ||||||
|
|
|
Genehmigung erst nach Messeauftritt?Source: Asia Bridge von Peter Borstel Wer seine Produkte in Asien verkaufen will, hat die gängigen Normen zu erfüllen. Abhängig vom jeweiligen Land können eingeführte Güter einer so genannten flichtzertifizierung unerliegen. "Prüfung und Zertifizierung müssen vollzogen werden, bevor das Produkt auf dem Markt erscheint", betont Markus Lechtermann, Global Business Field Manager im Taipei Office der TÜV International GmbH. Die Frage ist nur: Sollte der Aussteller die Zertifizierung eines Produktes bereits vor oder erst nach dem ersten Messeauftritt durchführen lassen? Möglich ist theoretisch beides. Manche Unternehmen lassen ihre Waren vor der
Messe zertifizieren und nutzen die Zulassung quasi als zusätzliches
Verkaufsargument. Genauso gut könnte die Messebeteiligung als eine Art Testlauf
angesehen werden. Erst wenn Exponate die nötige Akzeptanz gefunden haben und ein
paar Aufträge geschrieben sind, wird die offizielle Zulassung beantragt. Gerade letztere Strategie macht für Mittelständler und Newcomer durchaus Sinn. "die Zertifizierung von Prudukten ist immer mit Zeitaufwand und Kosten verbunden", begründet Jerome Hainz. "Daher sollten gerade Markteinsteiger besonders ressourcenschonend vorgehen.", rät der stellvertretende Geschäftsführer von Hannover Fairs China, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Messe AG. Schließlich könnten die Aussteller auf der Messe viele Gespräche mit potenziellen asiatischen Kunden führen. "Möglicherweise ergibt sich aus den dadurch gewonnenen Informationen ein Modifizierungsbedarf, und damit wäre die Zertifizierung ohnehin hinfällig", so Hainz. Rechtlich sei diese "abwartende Haltung aufgrund der so genannten "custom bounded areas" kein Problem, versichert Hainz. Auf chinesischen Fachmessen zum Beispiel dürfte nicht direkt verkauft werden. Daher könnten ohne weiteres auch Produkte gezeigt werden, die noch nicht offiziell zugelassen seien. Allerdings bringt diese Strategie in einzelnen Branchen zukünftig stärkeren Erklärungsbedarf mit sich: "In China gibt es in Kürze neue Bestimmungen, die für Firmen mit elektrischen Produkten eine große Herausforderung bedeuten", weiß Jürgen Kracht, Geschäftsführer der Managementberatung Fiducia. "Chinesische Messebesucher sind aus diesem Grund sensibilisiert und werden bei Gesprächen das Thema Zertifizierung ansprechen." Messeveranstalter empfiehlt Unterstützung durch Berater Wichtige Anlaufstelle ist der TÜV Rheinland Berlin Brandenburg (TRBB). Er bietet einen "One-Stop-Testing-Service" ¨C unter anderem für die Märkte in Hongkong und Japan. Das bedeutet, dass ein Aussteller seine Geräte nur an einem einzigen Ort testen lassen muss. "Wir kümmern uns für den Kunden um die Beschaffung der einzelnen Länderzertifikate", sagt TÜV-Auslandsexperte Markus Lechtermann. Möglich wurde das Verfahren durch Kooperationsverträge mit nationalen Zertifizierungsstellen und den Aufbau lokaler TÜV-Einheiten. In einzelnen Ländern dauern die Zertifizierungsvorgänge schon mal bis zu drei Monate. Für besonders eilige Kunden bietet TRBB eine schnellere Bearbeitung durch den teureren Express-Service an. Weitere Informationen gibt es beim China Quality Certiication Center (www.cqc.com.cn) oder beim TÜV Rheinland Berlin Brandenburg (www.tuv.com). |
|||||
|
2007 Copyright © Fiducia Ltd., All rights Reserved. Contact Fiducia | Privacy | Disclaimer |