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In China sind Markenartikel gefragtSource: Euro am Sonntag Euro: Welche Branchen werden von einem Beitritt Chinas zur WTO profitieren? Kracht: Neben der Telekommunikations-Branche sicherlich der Dienstleistungs- und Automobilsektor sowie die Chemie-Industrie. Auch die Agrarbranche wird ihre Exporte steigern können. Euro: Wer wird in China investieren? Kracht: Ich erwarte, daß sich Banken und Versicherungen sehr schnell vor Ort engagieren werden. Dienstleister können den Markt eben nicht nur von außen bedienen. Sie müssen in Personal und Vertrieb in China investieren. Euro: Sind in China eher Markenartikel oder Massenware gefragt? Kracht: Beliebt sind beim Konsumenten vor allem Markenartikel. Mit Billigprodukten können die Chinesen nur wenig anfangen. Euro: Wer profitiert auf chinesischer Seite von einem WTO-Beitritt? Kracht: Die chinesische Konsumgüter-Industrie. Diese ist schon heute auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig. Auch die chinesische Textilbranche wird noch kräftig zulegen. Euro: Welche Vorteile bringt Chinas WTO-Beitritt für die ausländischen Investoren? Kracht: Sie können endlich auf Rechtssicherheit bei ihren Geschäften hoffen. Und auch das leidige Thema Patentschutz wäre vom Tisch. Euro: Sind für Investoren damit alle Probleme ausgeräumt? Kracht: Nein. Viele Unternehmer glauben, daß China ein einheitlicher Markt ist. Dabei gibt es zwischen den verschiedenen chinesischen Provizen so grundlegende Unterschiede wie in Europa zwischen Albanien und Dänemark. Wer zum Beispiel im Osten des produziert, kann seine Waren nicht einfach im Westen verkaufen. Da haben die verantwortlichen Provinzregierungen immer noch ein gewichtiges Wort mitzureden. |
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